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Pädagogische Zielsetzung und methodische Umsetzung

Maßgebend für  unsere Kindertagesstätte sind die Bildungsrichtlinien des Landes Schleswig-Holstein.

Das bedeutet als Grundlage Bindung durch Zuwendung, Sicherheit, Stressreduktion, Explorationsunterstützung und Assistenz. Damit bieten wir die sichere Basis für unsere uns anvertrauten Kinder. So können sie sich in Selbstbildung die Welt aneignen (nach Wilhelm von Humboldt).

Die ErzieherInnen pflegen eine liebevolle, emotional  warme Kommunikation als Grundlage einer Bindungsbeziehung. Diese zeichnet sich durch Freude am Zusammensein und gemeinsame Interaktion aus.
Sie geben Sicherheit durch interessierte Anwesenheit und ständige Verfügbarkeit, die Stressreduktion durch Trost und Unterstützung ermöglichen.
Diese sichere Basis macht es den Kindern möglich explorativ zu lernen, zu welchem wir sie ermuntern und die Assistenz geben, wenn sie benötigt wird.
Die Feinfühligkeit der pädagogischen Fachkräfte versteht es, die Signale der Kinder wahrzunehmen, richtig zu interpretieren, sofort und angemessen zu beantworten.

Das Bildungsverständnis
"Das Kind gilt als eine von Anbeginn kompetente, lernfähige und lernbegierige Person, die ihre Entwicklung durch Selbsttätigkeit mitgestaltet und im Medium von Spiel und Kreativität sowie im Medium von Interaktion und Kommunikation mit Erwachsenen und anderen Kindern zur Aneignung von Welt, zur Autonomie und Gemeinschaftsfähigkeit gelangen kann, wenn sie in ihrer Umwelt Zuwendung und vielfältige Anregung erfährt." [Prof. Dr. Ludwig Liegele)

Das Ziel frühkindlicher Bildungsbegleitung ist es, jedes Kind bei seiner Entwicklung zu einer eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu unterstützen, die autonom, solidarisch und kompetent am Leben teilhaben kann. (Bildungsleitlinien)

Das bedeutet für uns, die Kinder in ihrer

1. Selbstkompetenz (z.B. positives Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein, Denkfähigkeit und Entscheidungsfähigkeit zu entwickeln, eine eigene Meinung zu haben, offen für Neues zu sein, sich einfühlen und sich behaupten können) zu begleiten.

2. Sozialkompetenz (z.B. durch Kommunikation, Toleranz, Solidarität, Empathie, Umgang mit Regeln, Konflikten und Kritik umgehen zu können) zu unterstützen.

3. Sachkompetenz (z. B. Deutsch als Erst- oder Zweitsprache zu beherrschen, Allgemeinwissen durch unterschiedliche Sachthemen anzueignen) um Experten für Vorlieben zu werden, zu fördern.

4. Lernmethodischen Kompetenz (z.B. Neugierverhalten, um eigene Aufgaben zu bewältigen, Lösungen auf Fragen zu erproben, Hilfsmittel zu suchen und sich mit anderen austauschen).

Wir erreichen diese Ziele durch eine sichere Umgebung, in der die Kinder sich wohlfühlen. Wir geben Gelegenheit die Welt ganzheitlich und mit allen Sinnen zu entdecken, erforschen und auszuprobieren.
Wir geben den Kindern Zeit für ihre Tätigkeiten und beteiligen sie an Entscheidungen. (Partizipation)

Wir begleiten die Kinder geduldig und interessiert. Wir hören ihnen zu, und tauschen uns mit ihnen über ihre Erlebnisse aus, ganz im Sinne von Maria Montessori: " Hilf mir es selbst zu tun - lass es uns gemeinsam tun."

Wir wertschätzen das kindliche Spiel, denn spielen bedeutet lernen.
Wir helfen und unterstützen, wenn das Kind es wünscht, und lassen Fehler zu, denn auch dadurch lernt das Kind.
In unserer Kita beachten wir das individuelle Lerntempo, und die unterschiedlichen Wege eines jeden Kindes, in denen es lernt.
Dabei beachten wir die Partizipation, die Geschlechtsunterschiede, die unterschiedlichen Kulturen, die unterschiedlichen Begabungen und Interessen, die unterschiedlichen Lebenslagen und das jeweilige Umfeld eines jeden Kindes.

Die Bildungsbereiche, entsprechend der Leitlinien, finden im Tagesablauf ihre tägliche Anwendung.

1. Musisch-ästhetische Bildung, z. B. tägliches Singen, malen, gestalten
2. Körper, Gesundheit und Bewegung, z.B. tägliches Spiel auf dem Außengelände, Zähneputzen, 1x wöchentlich turnen
3. Sprache, Zeichen, z. B. Kommunikation, Morgenkreis, Piktogramme
4. Mathematik, Naturwissenschaften und Technik, z. B. Abzählverse, 1x monatlich Wald, Werkzeuge
5. Kultur und Gesellschaft, z.B. Mitgestalten von Projekten, Theaterbesuche, Einrichtungen der Gemeinde kennen lernen
6. Ethik, Religion, Philosophie, z.B. unterschiedliche Glaubensrichtungen erfahren, Märchen, Geschichten 

Die methodisch-didaktischen Bausteine unterstützen das Handeln unserer pädagogischen Fachkräfte.

1. Erkunden und verstehen - was beschäftigt das Kind, die Gruppe, durch beobachten, sammeln und interpretieren
2. Planen - wofür entscheiden wir uns, was wollen wir aufgreifen, wie wollen wir vorgehen, über Entscheidungen für ein Thema, dessen Ziele, Raumgestaltung, Vorbereitung und Zeitschiene
3. Handeln - wir setzen die Planung um
4. Reflektieren - was ist geschehen, was kann geschehen
5. Beobachten und Dokumentieren - durch unsere eigenen Beobachtungsbögen und Fotos

Bildungsbegleitung und Kooperation

1. Wir gehen mit den Eltern Erziehungspartnerschaften ein, d.h. wir verständigen uns mit den Eltern über unser Bildungskonzept, wir informieren uns gegenseitig.
2. Die Zusammenarbeit mit der örtlichen Grundschule gestaltet sich in gegenseitigem Austausch, Regelungen über weiterführende therapeutische Maßnahmen, Weitergabe unserer Beobachtungsbögen, wenn die Eltern einverstanden sind (Datenschutz) und wechselseitigen Besuchen.
3. Die Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe ist garantiert durch frühe Wahrnehmung familiärer Probleme und Installation von präventiven Hilfen. Auch Möglichkeiten zur Heranziehung weiterer sozialer Dienste sind gegeben, die wir zum Kindeswohl als Schutzauftrag erfüllen.
4. Die Zusammenarbeit im Gemeindewesen gestaltet sich durch Besuche der hiesigen Bücherei, der Feuerwehr, den Geschäften, durch plattdeutsches Vorlesen einer Seniorin der Gemeinde. Des Weiteren Vorlesen durch Großeltern unserer Kinder aus der Gemeinde, Weitervermittlung an den TSV, die VHS, die Ev. Beratungsstelle, Familienhebammen oder Kinderärztin vor Ort sowie Therapeuten wie Ergo-, Logotherapie oder Krankengymnastik, die alle wohnortnah erreichbar sind. 

Unsere Leiterin sorgt für die Konzeption, deren Umsetzung, Unterstützung der Fachkräfte, Vertretung der Einrichtung nach außen und Vernetzung.

Als Träger fungiert die Gemeinde, sie stellt die organisatorischen, finanziellen und gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Fortbildungen sind ein fester Bestandteil aller MitarbeiterInnen. Jährlich nimmt jede/r mindestens an einer Veranstaltung teil, die im Team reflektiert wird. Auch nehmen wir uns jährlich einen Tag Zeit, für eine gemeinsame Fortbildung, damit alle auf dem gleichen Wissensstand sind.